UNESCO-Weltnaturerbe-Serrahner-Buchenwald

Im Juni 2011 erklärte das Welterbekomitee die Serrahner Buchenwälder im süd-östlichen Teil des Müritz-Nationalparks zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Bereits bei der Anfahrt, wenn Sie in Zinow die Hauptstraße verlassen, tauchen Sie über einen unbefestigten Waldweg in die unberührte Natur des Serrahner Buchenwaldes ein. Durchfahren nach Serrahn darf nur, wer Bewohner oder Feriengast ist und so wird einem schnell bewusst, dass man hier ungestört und weit weg von jeglichem Trubel die Ruhe und Natur genießen kann. In den ursprünglichen Wäldern rund um Serrahn gibt es für jeden Naturliebhaber viel zu entdecken.

Der kleine Ort Serrahn, der inmitten dieses Weltnaturerbes liegt, setzt sich aus lediglich zwei Wohnhäusern und einem dem Nationalpark angeschlossenen Forsthaus mit einem Touristikinformationsgebäude zusammen. Eines der beiden Wohnhäuser, das Waldhaus Serrahn 1, wurde 2010 nicht nur als Wohnhaus grundsaniert und aufwendig wieder hergerichtet, sondern hier sind auch zwei schöne Ferienwohnungen mit dem „Fuchsbau“ und der „Biberburg“ mit viel Liebe zum Detail im Dachgeschoss entstanden. Dass eine Urlaubsunterkunft mitten in einem so streng behüteten Schutzgebiet und zudem noch so idyllischen Weltnaturerbegebiet liegt, ist deutschlandweit wohl einmalig. In der zu einer originellen Fotogalerie umgebauten alten Stallung nebenan sind täglich und das ganze Jahr über die jeweils aktuellen Naturfotografien des Vermieters und Naturfotografen Roman Vitt für alle interessierten Besucher Serrahn zu sehen. Zudem bietet dieser auch Natur-und Naturfotoexkursionen, sowie Fotoansitze auf dem eigenen großen Grundstück vor Ort, aber auch außerhalb in und um den Nationalpark herum an.

Ein Naturerlebnispfad mit dem Titel „Der lange Weg zum Urwald“ gibt Einblicke in die Entwicklung und den Charakter der Buchenwälder im Serrahner Gebiet. Dort ist die Natur praktisch so zu erleben, als gäbe es kaum Menschen. In dem Weltnaturerbe will niemand „Ordnung“ schaffen im scheinbaren Chaos der Natur. Der umgefallene Baum wird nicht hinausgeräumt weil es unserer Meinung nach nicht so schön aussieht, den Weg versperrt oder keinen Profit abwirft. Ein sterbender Baum, -oder Totholz, steckt voller Leben und bietet neben Nahrung auch Unterschlupf, Deckung, Schlafplatz, Überwinterungsort und Brutgelegenheit. Daher ist die biologische Vielfalt hier besonders beeindruckend. Die Wälder, Seen und Moore sind Lebensräume unzähliger Flechten, Moose, Pilze, Pflanzen und Tiere. Allein aus der Vogelwelt sind hier mehr als 260 Arten bekannt. Der gesamte Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern als „Land der 1000 Seen“, ist mit 322 Quadratkilometern der größte Landnationalpark Deutschlands.

Die auf den ersten Blick eher unspektakuläre und größtenteils flachere Landschaft hat mit den vielen Seen, Moor-u. Sumpfgebieten etwas Ursprüngliches, Wildes an sich, das unsere Ehrfurcht vor der Natur weckt. Zudem lässt sie sich so ohne steilere Geländeerhebungen bequem und großflächig bestens mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Es gibt keine Jahreszeit, in der im Müritz-Nationalpark nicht besondere Schauspiele der Natur erlebbar wären: Das satte Grün des Sommers, das Gold des Herbstes, die Lichtspiele in langen Schatten, die Stille des Winters oder der aufregende Aufbruch im Frühjahr. Das Einzige was man braucht ist Zeit.

– Zeit, um Ruhe zu finden und Zeit, die Orte zu genießen, die fernab der zivilisatorischen Hektik liegen.