{"id":21,"date":"2021-03-01T10:20:17","date_gmt":"2021-03-01T10:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/carpin-mecklenburg.de\/?page_id=21"},"modified":"2025-03-26T19:51:19","modified_gmt":"2025-03-26T20:51:19","slug":"zinow","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/carpin-mecklenburg.de\/index.php\/zinow\/","title":{"rendered":"Zinow"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Zinow ein Ort in Mecklenburg &#8211; Strelitz &#8211; die erste urkundliche Erw\u00e4hnung der Ortschaft Zinow bezieht sich auf das Jahr 1349. Aber wie die meisten D\u00f6rfer in dieser Gegend reicht die Besiedlung in die Zeit der Slawen um etwa 1000 unserer Zeitrechnung zur\u00fcck. Der Ortsname Zinow ist eine Abwandelung aus der Bezeichnung \u201eCin\u201c was wiederum bedeutet \u201eReihe\u201c oder \u201eOrdnung\u201c. Vielleicht ist es auf einen Personennamen zur\u00fcckzuf\u00fchren und wurde als \u201eOrt des Gradlinigen\u201c benannt. In der Eintragung von 1349 taucht Zinow mit einer Pfarre mit einem Lehenanspruch der Br\u00fcder Otto und Ullrich von Dewitz und Heinrich von Mecklenburg erstmalig auf. Zu dieser Pfarre geh\u00f6rten die Ortschaften Thurow und F\u00fcrstensee.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\nIm Amtsbuch von 1505 wird der Ort als \u201eScynow\u201c mit allen Diensten und Rechten den Herren zu Strelitz erw\u00e4hnt. Mit dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wird auch Zinow von der Zerst\u00f6rung heimgesucht. Bauernh\u00f6fe werden gepl\u00fcndert und die Kirche f\u00e4llt den Flammen zum Opfer. Nach dem Krieg liegen Dreiviertel der Felder brach und wachsen zu. 1732 unterwirft Adolf Friedrich der III. auch die letzten Bauern (Radeloff, Beyer und Rosenberg). Zinow untersteht der herzoglichen Kammer und wird als Meierei verpachtet. Bis zum 1. Weltkrieg tritt Zinow mehrmals in Erw\u00e4hnung unter anderem mit einem gro\u00dfen M\u00fcnzfund einer Magd im Jahre 1837. Ab 1. Juli 1920 wird in Zinow eine Oberf\u00f6rsterei gegr\u00fcndet zu dem auch Teile des ehemaligen gro\u00dfherzoglichen \u201eWildpark Serrahn\u201c geh\u00f6ren. Neben der forstlichen Bewirtschaftung in den umliegenden W\u00e4ldern werden bis Ende des 2. Weltkrieges noch etwa 190 ha als landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che genutzt. Mit dem Kriegsende finden bis zu 25 Fl\u00fcchtlingsfamilien, zumindest zeitweise eine Unterkunft in Zinow. Einige Familien bleiben und \u00fcbernehmen die noch vorhandenen H\u00f6fe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit der Gr\u00fcndung der DDR 1949 fallen diese relativ kleinen Wirtschaften nach und nach der Kollektivierung zum Opfer. Zun\u00e4chst wird in Zinow eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) gegr\u00fcndet, die sp\u00e4ter dann komplett in der LPG Thurow aufgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n\u00dcbrigens hat Zinow auch eine Filmkarriere zu bieten. 1967\/68 werden auf dem Forsthof gro\u00dfe Teile der Dreharbeiten f\u00fcr den Fernsehroman \u201eWege \u00fcbers Land\u201c<br \/>\ndurchgef\u00fchrt. Die Hauptrollen in diesem Film besetzten die Schauspieler Ursula Karusseit und Manfred Krug. Auch einige Zinower sind als \u201eSchauspieler\u201c in<br \/>\nNebenrollen zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Heute kann man sagen, ist Zinow in 3 Teile geteilt. Oberzinow, Zinow \u2013 Forsthof und die 3 H\u00e4user jenseits der Bundesstra\u00dfe. Auf dem Weg in Richtung Serrahn befindet sich der Eingangsbereich zum M\u00fcritz \u2013 Nationalpark. Mit einem Parkplatz, einer Schutzh\u00fctte und einer Informationstafel ist gerade in den Sommermonaten die touristische Bedeutung dieser Region sp\u00fcrbar. Ansonsten scheint in Zinow \u201eDie Zeit stehen geblieben\u201c zu sein. Dieser Eindruck ist allerdings nur Oberfl\u00e4chig. Die meisten H\u00e4user der Ortschaft wurden aufw\u00e4ndig saniert und es gibt seit 2005 eine Stra\u00dfenbeleuchtung in \u201eUnterzinow\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Claus Weber<br \/>\nQuelle: \u201eChronik zur 650 Jahr-Feier \u201e von Rudi Walther und Gundula Wernicke 1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zinow ein Ort in Mecklenburg &#8211; Strelitz &#8211; die erste urkundliche Erw\u00e4hnung der Ortschaft Zinow bezieht sich auf das Jahr 1349. Aber wie die meisten D\u00f6rfer in dieser Gegend reicht die Besiedlung in die Zeit der Slawen um etwa 1000 unserer Zeitrechnung zur\u00fcck. Der Ortsname Zinow ist eine Abwandelung aus der Bezeichnung \u201eCin\u201c was wiederum bedeutet \u201eReihe\u201c oder \u201eOrdnung\u201c. Vielleicht ist es auf einen Personennamen zur\u00fcckzuf\u00fchren und wurde als \u201eOrt des Gradlinigen\u201c benannt. In der Eintragung von 1349 taucht Zinow mit einer Pfarre mit einem Lehenanspruch der Br\u00fcder Otto und Ullrich von Dewitz und Heinrich von Mecklenburg erstmalig auf. Zu dieser Pfarre geh\u00f6rten die Ortschaften Thurow und F\u00fcrstensee. Im Amtsbuch von 1505 wird der Ort als \u201eScynow\u201c mit allen Diensten und Rechten den Herren zu Strelitz erw\u00e4hnt. Mit dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wird auch Zinow von der Zerst\u00f6rung heimgesucht. Bauernh\u00f6fe werden gepl\u00fcndert und die Kirche f\u00e4llt den Flammen zum Opfer. Nach dem Krieg liegen Dreiviertel der Felder brach und wachsen zu. 1732 unterwirft Adolf Friedrich der III. auch die letzten Bauern (Radeloff, Beyer und Rosenberg). Zinow untersteht der herzoglichen Kammer und wird als Meierei verpachtet. Bis zum 1. Weltkrieg tritt Zinow mehrmals in Erw\u00e4hnung unter anderem mit einem gro\u00dfen M\u00fcnzfund einer Magd im Jahre 1837. Ab 1. Juli 1920 wird in Zinow eine Oberf\u00f6rsterei gegr\u00fcndet zu dem auch Teile des ehemaligen gro\u00dfherzoglichen \u201eWildpark Serrahn\u201c geh\u00f6ren. Neben der forstlichen Bewirtschaftung in den umliegenden W\u00e4ldern werden bis Ende des 2. Weltkrieges noch etwa 190 ha als landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che genutzt. Mit dem Kriegsende finden bis zu 25 Fl\u00fcchtlingsfamilien, zumindest zeitweise eine Unterkunft in Zinow. Einige Familien bleiben und \u00fcbernehmen die noch vorhandenen H\u00f6fe. Mit der Gr\u00fcndung der DDR 1949 fallen diese relativ kleinen Wirtschaften nach und nach der Kollektivierung zum Opfer. Zun\u00e4chst wird in Zinow eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) gegr\u00fcndet, die sp\u00e4ter dann komplett in der LPG Thurow aufgeht. \u00dcbrigens hat Zinow auch eine Filmkarriere zu bieten. 1967\/68 werden auf dem Forsthof gro\u00dfe Teile der Dreharbeiten f\u00fcr den Fernsehroman \u201eWege \u00fcbers Land\u201c durchgef\u00fchrt. Die Hauptrollen in diesem Film besetzten die Schauspieler Ursula Karusseit und Manfred Krug. Auch einige Zinower sind als \u201eSchauspieler\u201c in Nebenrollen zu sehen. Heute kann man sagen, ist Zinow in 3 Teile geteilt. Oberzinow, Zinow \u2013 Forsthof und die 3 H\u00e4user jenseits der Bundesstra\u00dfe. Auf dem Weg in Richtung Serrahn befindet sich der Eingangsbereich zum M\u00fcritz \u2013 Nationalpark. Mit einem Parkplatz, einer Schutzh\u00fctte und einer Informationstafel ist gerade in den Sommermonaten die touristische Bedeutung dieser Region sp\u00fcrbar. Ansonsten scheint in Zinow \u201eDie Zeit stehen geblieben\u201c zu sein. Dieser Eindruck ist allerdings nur Oberfl\u00e4chig. Die meisten H\u00e4user der Ortschaft wurden aufw\u00e4ndig saniert und es gibt seit 2005 eine Stra\u00dfenbeleuchtung in \u201eUnterzinow\u201c. 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